Mit «Plato» ferne Welten erforschen
Die geplante europäische Mission «Plato» – benannt nach dem griechischen Philosophen – könnte ab 2018 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems von der Größe der Erde entdecken und die dazugehörenden Sterne charakterisieren will. Das Unterfangen ist Thema einer Konferenz an der TU Berlin am 24. und 25. Februar, an der mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa und den USA teilnehmen.

So oder so könnte das Weltraumteleskop «Plato» aussehen – links die Konzeptstudie von Thales Alenia Space, rechts darunter die von EADS Astrium (Montage: Esa)
«Plato» ist ein europäisches Nachfolgeprojekt der erfolgreichen, französisch geführten CoRoT-Mission, mit der seinerzeit der erste mutmaßlich terrestrische Planet entdeckt wurde, die «Super-Erde» Corot-7b. Das geplante Weltraumteleskop soll ab dem Ende dieses Jahrzehnts genauere Kenntnisse über die Bedingungen für Planetenentstehung und die Entwicklung von Leben erlangen.
Der Name steht als Akronym für „Planetary Transits and Oscillations of Stars“ und ist einer von drei Vorschlägen, über die die Europäische Raumfahrtagentur Esa Mitte dieses Jahres entscheidet und zwei davon auswählt. Bei einem positiven Votum kann «Plato» im Jahr 2018 starten, um dann sechs Jahre lang Sternfelder zu observieren – ähnlich wie das Nasa-Pendant «Kepler». Der Schwerpunkt liegt dabei auf hellen Sternen, die mit einer Empfindlichkeit beobachtbar sind, mit der man einen Planeten von der Größe der Erde entdecken und den zugehörigen Zentralstern durch astroseismologische Methoden genau charakterisieren kann.

Läuft ein Planet vor seinem Zentralstern vorüber, nimmt die auf der Erde gemessene Lichtmenge auf charakteristische Weise ab (CNES)
Das Zentrum für Astronomie und Astrophysik der TU Berlin und das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind Veranstalter dieser Konferenz. Sie soll interessierten Wissenschaftlern und Journalisten die Mission vorstellen und Kontaktpunkt für die Forscherinnen und Forscher sein, die sich daran beteiligen wollen. Die führenden Wissenschaftler des «Plato»-Konsortiums stellen das Projekt in allen seinen Aspekten vor.





















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