Home » Amerika, Entwicklung, Forschung, ISS, Missionen, Online Magazin, Planeten, Universum, Universum Magazin, Wissenschaft

Obama: Kein Flug zum Mond mit «Ares» und «Orion»

4. Februar 2010 [ Kein Kommentar ]

Wie so vieles aus der unseligen George-W.-Bush-Ära konnte auch das Constellation-Programm nie richtig überzeugen. Es sah die Rückkehr zum Mond mit den Ares-Raketen und der Orion-Kapsel und den Weiterflug zum Mars vor. Angesichts der massiven Unterfinanzierung und der Empfehlungen der «Augustine Commission» hat US-Präsident Barack Obama das Programm gestrichen.

420662main_newlaunch_NASA

Die Zukunft der US-Raumfahrtagentur soll nicht wie Apollo aussehen, sondern so … (Ill.: Nasa)

Noch im «Universum» Jahresrückblick auf 2009 vor fünf Wochen stellten wir die Frage, ob der Ares-I-X-Testflug nicht vielleicht der Sargnagel von Bushs «Vision for Space Exploration» war. Die Spatzen pfiffen es schon lange von den Dächern, seit dieser Woche ist es amtlich: Constellation ist “tot”. Die Entwicklung der Ares-Raketen, der Orion-Kapsel und der Landefähre haben bisher schon über neun Milliarden US-Dollar verschlungen, aber schlechtem Geld wirft man bekanntlich kein gutes hinterher.

Wie der Direktor des Office of Management and Budget (OMB), Peter Orszag, bei der Vorstellung des Haushalts ausführte, “…hatte das Constellation-Programm, das über Budget und hinter dem Zeitplan liegt, das Ziel, etwas zu tun, das wir bereits getan haben und einen Mann oder eine Frau auf den Mond zurück zu bringen. Wir glauben an die Zukunft der bemannten Raumfahrt. Wir glauben, dass die Nasa Amerikaner inspirieren kann und zu wissenschaftlichem Fortschritt führt. Deshalb gibt es eine kleine Budgeterhöhung für die Nasa. Was wir jedoch wollen ist eine Neuausrichtung hin zu längerfristiger Forschung und Entwicklung, fortgeschrittener Robotik, und der Schaffung neuer Technologien, die es uns erlauben, weiter ins All vorzustoßen und nicht nur zu wiederholen, was wir schon einmal getan haben.”

iss_sts119_NASA

Internationale Raumstation ISS: Die Nasa verpflichtet sich zum Betrieb bis 2020 (Nasa, STS-119)

Nasa-Chef Charles Bolden führt die Konsequenzen in einer Erklärung näher aus. Zum einen soll die Internationale Raumstation ISS auf jeden Fall bis zum Jahr 2020 betrieben werden, jetzt, da ihr wissenschaftliches Potenzial durch die nahende Fertigstellung endlich ausgeschöpft werden kann. Durch die Ausmusterung der Shuttleflotte muss die Nasa allerdings einen radikalen Einschnitt machen und den Crewtransport nicht nur vorläufig sondern vielmehr ausschließlich über die Teilnehmer der Commercial Orbital Transportation Services (COTS) abwickeln. Diese, wie beispielsweise SpaceX, Kistler Aerospace oder Orbital, wurden seit Jahren in zahlreichen Ausschreibungsrunden finanziell gefördert, weitere Gelder werden dafür bereitgestellt. Die dabei entwickelten Raumfahrzeuge längerfristig zu nutzen ist sicherlich kostengünstiger, als ein gleichartiges Vehikel parallel selbst zu bauen.

Ziel der Nasa soll es – neben den wieder erstarkten Forschungsaufgaben – vielmehr sein, eine neue Schwerlastrakete zu entwickeln, eine Funktion, die bislang der geplanten Ares-V zugedacht war. Zudem sollen neuartige Antriebe und Verfahren entwickelt werden, die völlig neue Missionsprofile bei Flügen im erdnahen Sonnensystem erlauben.

sts-130

Nach dem Ende der Shuttleflüge chartert die Nasa – zuerst bei den Russen, dann bei der Industrie (Ill.: Nasa)

Norman Augustine, Vorsitzender des Review of United States Human Space Flight Plans Committee, besser bekannt als «Augustine Commission», sieht darin die Chance für einen Neuanfang jener Nasa-Abteilungen, die für die bemannte Raumfahrt zuständig sind: “Durch die signifikante Investition in die kommerziellen Möglichkeiten, Menschen und Fracht in den niedrigen Erdorbit zu befördern (…) wird der Wettbewerb angespornt, werden die Kosten gesenkt, neue Märkte erschlossen und der Weltraum leichter zugänglich. Ebenso wird es machbar sein, mit den neu zu entwickelten Technologien die nahen Umlaufbahnen zu verlassen, um zu Asteroiden vorzustoßen, den Lagrangepunkten, den Monden des Mars und dem Mars selbst, sowie auch den Mond erneut zu besuchen. Die Nasa wird sich auf diese wahre neue Grenze konzentrieren und dadurch ihre Position als Forschungs- und Entwicklungsorganisation an vorderster Front wiederzuerlangen.”

Warum und wie die Journalisten und Autoren unterstützen?
Autor/in: Oliver Dreissigacker Quelle: The White House / Nasa Abo: RSS-Feed | Mehr...


Bookmark Buttons:
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Publishr Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Hinterlassen Sie unten Ihren Kommentar oder trackbacken Sie von Ihrer eigenen Seite.
> Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

Kommentare per RSS abonnieren!

Folgende Tags stehen zum Einsatz:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

This is a captcha-picture. It is used to prevent mass-access by robots. (see: www.captcha.net)

Du mußt die 5 Zeichen im Bild, (Zahlen von 0 - 9 und Buchstaben von A - F),
in das Feld eintragen und das Formular abschicken um den Download zu starten.

  

Ohje, das kann ich nicht lesen. Bitte, generiere mir eine